Mein Ansatz
Verbindung im Blick
Die Grundhaltung, die meinen persönlichen und beruflichen Weg prägt, ist die, dass wir gut sind, genau so wie wie sind. Unsere Kinder sind gute Kinder, auch wenn sie wegen vermeintlicher Kleinigkeiten heftige Wutanfälle haben, wenn sie quengeln oder jammern, wenn sie ihre Geschwister oder uns beschimpfen, wenn sie nicht teilen wollen, Dinge um sich werfen oder aggressiv werden. Und ich bin sicher, dass wir unser Bestes geben, um gute Eltern zu sein, auch wenn wir manchmal laut, harsch und ungerecht werden. Wir sind nicht perfekt und unsere Kinder brauchen keine perfekten Eltern. Sie brauchen Eltern, die die Verbindung im Blick haben, sie stärken und wieder reparieren, wenn sie abgebrochen ist. Unsere Kinder wollen kooperieren und eine gute Beziehung mit uns haben. Wenn ihr Verhalten aus der Bahn gerät, ist das ein Signal, dass sie unsere Hilfe brauchen.
Verbindung mit unseren Kindern

Verbindung ist wie Nahrung für das Gehirn. Sie vermittelt unseren Kindern die Sicherheit, die sie brauchen, um sich gut entwickeln zu können. Wenn sie spüren, hier ist jemand, der mich sieht und hört, hier bin ich willkommen mit all meinen Gefühlen und Bedürfnissen, dann kann ihr Gehirn gut arbeiten, sie können ihrem natürlichen Bedürfnis, zu lernen, die Welt zu entdecken und mit anderen in Beziehung zu gehen, folgen.
Wenn ein Kind die Verbindung zu seinen wichtigsten Bezugspersonen nicht spüren kann – weil sie im Alltag unterbrochen wird oder auch, weil eine Situation im Alltag es an eine frühere Situation, wo es sich allein gefühlt hat, erinnert, signalisiert sein Gehirn Gefahr und setzt Überlebensreaktionen in Gang. Das Kind KANN dann nicht mehr klar denken und verarbeiten, was um es herum geschieht, es kann seine Impulse nicht kontrollieren.
Was es dann braucht, ist nicht, ihm einen Vortrag zu halten oder es gar für sein aus der Bahn geratenes Verhalten zu bestrafen, sondern den Fokus auf die Verbindung zu lenken. Diese „im Blick“ zu haben, kann man auch wörtlich verstehen: Uns unserem Kind zuzuwenden, Blickkontakt mit ihm aufzunehmen, kann uns sehr dabei helfen, die Not hinter seinem Verhalten zu sehen, beispielsweise die Angst, die oft hinter aggressivem Verhalten liegt. Dann fällt es uns leichter, ihm liebevoll zuzuhören anstatt selbst in eine unangemessene Reaktion zu rutschen.
Wenn wir in solchen Situationen liebevoll da sind und unserem Kind zuhören, kann sein System sich von aufgestauten Spannungen entlasten und wieder in seine Balance finden.
Kontakt mit uns selbst

Das hört sich einfach an, ist aber oft alles andere als leicht!
Einmal, da wir unseren Kindern ja am liebsten alle unangenehmen Gefühle ersparen wollen (und daher bspw. Weinen schnell stoppen), zum anderen, weil die heftigen Gefühle unserer Kinder auch in uns schwierige Gefühle auslösen. Und viele von uns haben in ihrer Kindheit nicht erlebt, mit all ihren Emotionen willkommen zu sein. Auch unser Gehirn signailisiert uns in Stresssituationen oft Gefahr und versetzt unseren Körper in Alarmbereitschaft. Doch Stressreaktionen wie Kämpfen, Fliehen oder Erstarren sind in Situationen, in denen unsere Kinder unsere liebevolle Präsenz brauchen, natürlich wenig hilfreich.
Daher ist es wichtig, dass wir als Eltern immer wieder gut im Kontakt sind mit uns selbst und spüren, was wir gerade brauchen. Achtsamkeitsübungen können uns dabei helfen innezuhalten und wahrzunehmen, was in uns gerade in Aufruhr ist und so einen Raum schaffen, in dem wir die Wahl bekommen, wie wir uns in der Situation verhalten anstatt automatisch zu reagieren. Wir können lernen, uns mit Selbstmitgefühl zu begegnen anstatt uns zu verurteilen, wenn uns – wieder einmal – der Geduldsfaden gerissen ist. Und wir dürfen uns erlauben, unsere Bedürfnisse und Grenzen wieder mehr wahrzunehmen und ihnen ohne schlechtes Gewissen den Stellenwert einzuräumen, den es braucht, um gut für uns zu sorgen.
Verbundenheit mit anderen Menschen

„Es braucht ein ganzes Dorf, um ein Kind aufzuziehen“, besagt ein afrikanisches Sprichwort und meint, dass Eltern-Sein nicht allein auf den Schultern von zwei (oder einem) Menschen lasten sollte. Wo ist unser Dorf heute? Wer ist dein Dorf?
In unserer heutigen Gesellschaft sind wir zwar auf eine Weise mehr vernetzt denn je, das bedeutet aber nicht gleichzeitig, uns mehr verbunden zu fühlen. In vielen Familien ist nicht mal schnell jemand verfügbar, der sich um unser Kind kümmern kann, wenn wir als Eltern an unsere Grenzen kommen und Unterstützung so dringend benötigen. Wenn wir merken, wir müssten gerade für uns sorgen, um wieder gut für unsere Kinder da zu sein, aber nicht wissen, wo wir im Hamsterrad des Alltags die Zeit dafür hernehmen sollen.
Und wo in unserem Alltag gibt es Begegnungen, bei denen wir uns zeigen können mit allem, was gerade da ist, mit unserer großen Freude und tiefen Dankbarkeit über unsere Kinder genauso wie mit unseren Zweifeln, Sorgen, Ängsten, unserer Erschöpfung,…?
Eltern-Sein ist eine der bedeutsamsten Aufgaben in unserer Gesellschaft, da sie die Menschen prägt, die diese morgen gestalten werden. Und doch wird irgendwie erwartet, dass diese Aufgabe „so nebenbei“ erledigt wird. Die ständige Verfügbarkeit, oft 24 Stunden am Tag einschließlich Wochenenden, die unzähligen Momente, in denen wir jeden Tag für unsere Kinder da sind, werden oft kaum gesehen oder gewürdigt und am Ende eines langen Tages haben Eltern nicht selten das Gefühl, „nichts geschafft“ zu haben.
Es ist mir ein Anliegen, durch meine Arbeit dazu beizutragen, dass Eltern die Wertschätzung und Unterstützung erfahren, die unserer so wichtigen Arbeit gerecht wird. In meinen Kursen und in der Einzelbegleitung entstehen Unterstützungsräume, in denen du als Elternteil spürst, dass du nicht allein bist mit all deinen Herausforderungen, in denen Verbindung entsteht und gemeinsames Wachstum möglich wird.
Begleitung für dich
In meinem Ansatz fließen mein Wissen und meine Erfahrungen aus meinen verschiedenen Aus- und Weiterbildungen zusammen. Ihnen gemeinsam ist eine wertschätzende und ressourcenorientierte Grundhaltung sowie die Überzeugung, dass die Lösung für herausfordernde Situationen oder Lebensphasen in den Menschen liegt, die ich begleite.
Du als Elternteil kennst dein Kind am besten und bringst bereits alles mit, was du brauchst, um gut für es da zu sein – auch wenn es sich vielleicht gerade nicht so anfühlt. Ich freue mich, dass du den Weg hierher gefunden hast und unterstütze dich gern dabei, deine Ressourcen (wieder) zu entdecken und einen Weg zu mehr Leichtigkeit, Verbindung und Vertrauen zu finden, der zu dir und deinem Kind passt.


