Hand in Hand Parenting

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Hand in Hand Parenting ist ein beziehungsorientierter Ansatz, der Eltern und andere Bezugspersonen dabei unterstützt, starke, vertrauensvolle Beziehungen zu ihren Kindern aufzubauen – besonders in herausfordernden Zeiten.
Der Ansatz basiert auf Erkenntnissen aus Bindungsforschung, Entwicklungspsychologie und den Neurowissenschaften und geht davon aus, dass Kinder von Natur aus gut sind und kooperieren möchten. Herausforderndes Verhalten wird als Ausdruck von Stress, aufgestauter Anspannung oder unerfüllten Bedürfnissen verstanden. 

Statt Verhalten nur zu korrigieren, lädt Hand in Hand dazu ein, die Gefühle und Bedürfnisse hinter dem Verhalten zu verstehen. Denn wenn Kinder sich sicher, gesehen und verbunden fühlen, können sie leichter kooperieren, lernen und mit ihren Emotionen umgehen.

Die zentrale Idee von Hand in Hand ist:

Verbindung ist der Schlüssel.

Die fünf Hand in Hand Werkzeuge helfen Eltern dabei, diese Verbindung im Alltag zu stärken und Kinder durch starke Gefühle, Konflikte und Herausforderungen hindurch zu begleiten. Gleichzeitig bieten sie Unterstützung für die Erwachsenen selbst – denn auch wir Eltern brauchen Raum, gehört und begleitet zu werden.

Die fünf Hand in Hand Parenting-Tools

Hand in Hand hat fünf praktische „Zuhör-Werkzeuge“ zur Stärkung der Verbindung in Familien entwickelt, die du nach und nach in euren Familienalltag einbauen kannst. Diese Tools sind keine starren Methoden oder schnelle Tricks, sondern Möglichkeiten, deinem Kind zu begegnen und mit ihm in Verbindung zu sein, die mit der Zeit einen spürbaren und nachhaltigen Unterschied machen.

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Wunschzeit

Verbringe ganz bewusst eine bestimmte Zeit (ca. 5-20 Minuten) im 1:1-Kontakt mit deinem Kind. Dein Kind entscheidet, was ihr gemeinsam macht. Du folgst seiner Führung, bist ganz präsent und schenkst ihm deine ungeteilte, liebevolle Aufmerksamkeit.
Diese besondere Zeit füllt den „Verbindungstank“ deines Kindes auf – und die positive Wirkung zeigt sich oft weit über diesen Moment hinaus im restlichen Tagesverlauf.

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Staylistening

Wenn dein Kind heftige Gefühle zeigt, bleibe zugewandt bei ihm und höre ihm zu. Wenn Kinder die Möglichkeit bekommen, schwierige Gefühle zu durchleben, während wir ihnen liebevoll zugewandt sind, ohne dass wir sie davon ablenken oder das Problem sofort lösen wollen, finden sie wieder in ihre Balance. Du wirst erleben, wie viel entspannter dein Kind nach dem Gefühlssturm sein wird.

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Liebevoll Grenzen setzen

Hand in Hand Parenting bedeutet nicht, Kindern grenzenlos alles zu erlauben. Grenzen sind wichtig, da sie Orientierung vermitteln und Sicherheit schaffen. Entscheidend ist jedoch, wie wir diese Grenzen setzen.
Beende entgleistes Verhalten deines Kindes klar und gleichzeitig liebevoll und mit Respekt, ohne Drohungen, Bestechungen oder Machtkämpfe. Bleibe deinem Kind nah und biete Verbindung an.
Oft lösen Grenzen starke Gefühle aus – und das ist in Ordnung. Es heißt nicht, dass du etwas falsch gemacht hast, sondern dass sich dein Kind auf hilfreiche Weise entlastet.

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Playlistening

Verbinde dich spielerisch mit deinem Kind und folge seinem Lachen. Lass es dabei die stärkere Position einnehmen, so dass es darüber lachen kann, wie ungeschickt du dich anstellst. Lachen löst Anspannung und leichtere Ängste und bringt viel mehr Leichtigkeit in euren Alltag!

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Listening Partnership

Dieses Tool bietet Unterstützung nur für dich!
Bei einer „Zuhörpartnerschaft“ treffen sich zwei Erwachsene – oft Eltern – , um sich gegenseitig zuzuhören. Dabei habt ihr in einem vertraulichen Rahmen abwechselnd die Möglichkeit, alles, was euch gerade beschäftigt (euren Stress, eure Sorgen, Ängste, Frustrationen, aber auch Freude etc.) auszusprechen, während euer Gegenüber aufmerksam zuhört – ohne Unterbrechung, ohne Ratschläge, ohne Bewertung. Einfach ganz präsent und wertschätzend.
In dem Wissen, dass wir, wenn wir in einem sicheren Raum mit all unseren Gefühlen willkommen sind und uns entlasten können, selbst zu Lösungen finden und wieder gelassener und liebevoller mit unseren Kindern umgehen können.